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Das Forder-Förder-Projekt (FFP) dient der Individuellen Förderung selbstregulierter Lernprozesse bei Schüler*innen der Grundschule (Klasse 2 bis 4) und der Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 9). Die Schüler*innen arbeiten im Projekt wöchentlich je eine Doppelstunde an einer Expertenarbeit und einem Expertenvortrag zu einem Thema ihres Interesses. Ziel ist es, Kinder in Bereichen ihrer individuellen Interessen und Begabungen herauszufordern und sie damit zugleich bei der Entwicklung ihrer Lernkompetenzen zu fördern. Studierende übernehmen dabei die Rolle von Lernberater*innen bzw. Mentor*innen und erhalten auf diese Weise intensive Einblicke in die Individuelle Förderung und Begabungsförderung in der Praxis.

Aktuell werden noch (Lehramts-)Studierende gesucht, die das Projekt – zur Anrechnung als Praktikum ((E)OP, BFP, KP) oder freiwillig ergänzend zum regulären Studium – als Mentor*innen begleiten möchten.

Falls Sie Interesse an der Teilnahme am Projekt haben oder weitere Informationen benötigen, melden Sie sich gerne per Mail bei den Projektkoordinatorinen Julia Gilhaus (julila.gilhaus@uni-muenster.de) oder Sarah Rotthues (sarah.rotthues@uni-muenster.de).

Nähere Infos zum FFP sowie zur Infoveranstaltung finden Sie hier.

„Durch die Maßnahme habe ich sehr viel Klarheit, Struktur und jede Menge neue Erkenntnisse gewonnen.“ – „Danke für vielfältige Einblicke in das Gebiet der Individuellen Förderung.“ – „Ich fühle mich gestärkt und empfinde die Maßnahme als Rückenwind und Schutzschirm.“

Diese Aussagen trafen einige der 34 Lehrerinnen und Lehrer, die am 1. und 2. September 2017 beim Abschlussmodul der Weiterbildungsmaßnahme ‚Experte Individuelle Förderung’ ihre selbst entwickelten Best-Practice Beispiele aus den Bereichen Kommunikation Diagnostik und Didaktik, die jeweils auf Anliegen der Einzelschulen basieren, präsentierten. Die Spanne der Themen reicht von der Weiterentwicklung von Fachcurricula über die Vertiefung von Vorhaben in Bereichen des Schulprogramms bis hin zur Erarbeitung völlig neuer Bereiche, die die Individuelle Förderung an der Schule ergänzen und vertiefen. Viele der äußerst gelungenen Projekte wurden bereits in den Gremien der Schule vorgestellt oder implementiert.

Prof. Dr. Hameyer, Prof. Dr. Häcker, Prof. Dr. Fischer und Prof. Dr. Souvignier begleiteten die Gruppe während der ganzen Maßnahme und lobten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre engagierte und kompetente Arbeit. Nach der schriftlichen Ausarbeitung der Projekte dürfen sich die Beteiligten auf eine feierliche Zertifikatsverleihung freuen.

Der nächste Qualifizierungslehrgang ‚Experte Individuelle Förderung’ startet am 8.12.2017. Anmeldung hierzu sind noch möglich. Nähere Informationen erhalten Sie im Sekretariat des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung (lif@uni-muenster.de) oder bei der Pädagogischen Leitung Anja Wardemann, a.wardemann@uni-muenster.de.

34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließen die Fortbildung ‚Experte Individuelle Förderung’ erfolgreich ab

Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion ist nach wie vor ein zentrales schulpädagogisches Thema. Bildungskonzepte schwanken zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt kann aber gewinnbringend für alle sein.

Dieses Thema aufgreifend fand am Dienstag, den 27. Juni 2017 in Münster das Forum „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ statt, das von der WWU Münster und dem Lif NRW in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und dem Zentrum für Lehrerbildung in Münster veranstaltet wurde.

Basierend auf den Vorträgen von Prof. Dr. Wilfried Bos (Technische Universität Dortmund) zum Thema „Befunde aus den Vergleichsstudien“ und von Prof. Dr. El-Mafaalani (Fachhochschule Münster) über „Bildungsgerechtigkeit und Migration“ schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Das Forum richtete sich an Dozierende, Lehrpersonen, Referendarinnen und Referendare, Studierende sowie alle weiteren Interessierten.

Prof. Wilfried Bos präsentierte die Testleistungen und Verteilung der Länder nach Kompetenzstufen aus internationalen Vergleichsstudien am Beispiel Mathematik und legte dabei den Schwerpunkt auf die Interpretation der Ergebnisse der hohen Kompetenzstufe. So erläuterte er am Beispiel von Singapur, dass 50 % der Schülerinnen und Schüler die höchste Kompetenzstufe erreichen, in Deutschland sind es nur 5,3%. Auch andere asiatische Länder weisen einen sehr hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern auf der höchsten Kompetenzstufe auf. Als möglichen Erklärungsansatz verwies Prof. Bos auf die konfuzianische Tradition der asiatischen Länder: Bildung wird in Asien seit etwa 1000 Jahren als Schlüssel für Aufstieg begriffen. Kritisch entwickelte er die Frage nach den Auswirkungen solcher Ergebnisse auf die Zukunft Deutschlands.

Ferner verwies er auf die nach wie vor durch Studien bestätigte bestehende soziale Ungleichheit bei schulischen Übergängen in Deutschland, wonach Kinder aus akademischen Familien eine 3,6-fach höhere Chance haben, eine gymnasiale Empfehlung zu bekommen als Kinder aus Facharbeiterfamilien.

Prof. Aladin El-Mafaalani nahm den Themenschwerpunkt "Bildungsgerechtigkeit und Migration" in den Fokus. Ihm war es wichtig hervorzuheben, dass es vor allem viele unbeantwortete Fragen und viel Raum für interessante Studien gebe.

Sein Vortrag begann mit der Feststellung, dass es keine empirischen Vergleiche gibt über die Auswirkungen und Erfolge von der direkten Beschulung von geflüchteten Kindern in Regelklassen bzw. einer ersten Beschulung in separat dafür eingerichteten Klassen. Er stellte den „kontraintuitiven“ Zusammenhang heraus, dass die Bildungschancen ausländischer Kinder besser werden, je größer ihr Anteil unter den Schülerinnen und Schülern in der Stadt ist. Prof. El-Mafaalani sprach außerdem an, dass die Gruppe der in Deutschland lebenden vietnamesischen Kinder überdurchschnittlich erfolgreich ist, unabhängig von der Region, in der sie leben und trotz ihrer überwiegenden Herkunft aus sozial benachteiligten Familien. Erfolgreiche benachteiligte Schülerinnen und Schüler haben - wie El-Mafaalani es in seinem Vortrag nannte - eine "Insolvenzverwalter"- Strategie: Unter dem Druck funktioneller Knappheit planen und handeln sie immer nur kurzfristig, vermeiden Unsicherheiten und suchen funktionelle Lösungen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die beiden Referenten angeregt mit Prof. Böttcher und Prof. Fischer (beide WWU), Ulrich Wehrhöfer (MSW) und Dorothee Schlüter (Schulleiterin ASGS Gymnasium Marl), moderiert von Burkhard Jungkamp (Staatssekretär a.D.). Auf dessen kritischen Fragen hin kamen die Beteiligten auf viele andere Aspekte des Themenfeldes "Bildungsgerechtigkeit und Migration" zu sprechen.

Wir freuen uns auf unseren 6. Münsterschen Bildungskongress vom 19. bis 22.9.2018 und auf tiefergehenden Vorträge, Beiträge und Auseinandersetzungen zum Thema:

Wir würden uns freuen Sie begrüßen zu dürfen!
Ihr/e
Christian Fischer & Christiane Fischer-Ontrup

Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 bietet das ICBF erstmalig das Format Forder-Förder-Projekt Plus. Forschendes Lernen – das Lernen erforschen (FFP-Plus) an. In diesem Projekt arbeiten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gemeinsam mit Studierenden der WWU an individuellen Forschungsvorhaben im Kontext Lernen bzw. Lernstrategien.

Am 30.06.2017 fand die Ergebnispräsentation des Förder-Förder-Projektes Plus im Vom-Stein-Haus statt. Insgesamt präsentierten 19 Schüler*innen sowie Studierende der WWU Münster ihre Forschungsergebnisse vor Publikum und gaben Antworten auf Fragestellungen wie „Welchen Einfluss hat Musik auf die Konzentrationsfähigkeit?“ „Wie kann Inklusion gelingen?“ „Warum ist es wichtig, seinen Lerntypus zu kennen?“.

Prof. Dr. Christian Fischer und Dr. David Rott würdigten die Arbeit aller Beteiligten, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben. Nach den Sommerferien beginnt der zweite Projekt-Durchgang

Ablauf der Tagung inklusive aller Vortragstitel

Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 bietet das ICBF erstmalig das Format Forder-Förder-Projekt Plus. Forschendes Lernen – das Lernen erforschen (FFP-Plus) an. In diesem Projekt arbeiten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gemeinsam mit Studierenden der WWU an individuellen Forschungsvorhaben im Kontext Lernen bzw. Lernstrategien.

Welchen Einfluss hat Musik auf die Konzentrationsfähigkeit? Wie kann Inklusion gelingen? Warum ist es wichtig, seinen Lerntypus zu kennen?

Mit diesen und weiteren Forschungsfragen aus dem Themenkomplex Lernen haben sich die Teilnehmenden über ein Schuljahr lang auseinandergesetzt. Am Freitag, dem 30. Juni 2017, werden zentrale Ergebnisse im Rahmen einer Fachtagung im Vom-Stein-Haus (Schlossplatz 34) mündlich präsentiert.

Ablauf der Tagung inklusive aller Vortragstitel
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Landeskompetenzzentrum für
Individuelle Förderung NRW
Krummer Timpen 57
D-48143 Münster

Tel: 0251/8329320
Fax: 0251/8329316

E-Mail: lif@uni-muenster.de